Blog Jürs Lackiererei

Hier bloggt die Jürs GmbH

Immer informiert

Wir sind stark am Markt

Gründliche Handwäsche oder komfortable Waschanlage?

Handwäsche oder Waschanlage
Foto: Handwäsche oder Waschanlage, Quelle: André Leisner /photography-leisner.de

Wie häufig sollte man sein Auto waschen?

Wie häufig eine Autowäsche anstehen sollte, ist von verschiedenen Faktoren abhängig, wie etwa dem Verschmutzungsgrad und der aktuellen Witterung. Mit einer Reinigung des Fahrzeugs im Abstand von vier bis acht Wochen ist man aber in jedem Fall auf der sicheren Seite. Im Winter dürfen Sie wegen Matsch, Schnee und Streusalz auch gerne öfter an die Pflege des Autos denken. Doch wie sollte die Reinigung des Fahrzeugs eigentlich erfolgen? Lässt sich diese in Eigenregie durchführen oder ist die Fahrt durch eine Waschanlage eher zu empfehlen?

Klare Sicht durch eine saubere Windschutzscheibe

Während es für manche Menschen selbstverständlich ist, das Auto mindestens einmal in der Woche gründlich zu reinigen, messen andere Fahrzeugbesitzer der Reinigung ihres fahrbaren Untersatzes weniger Bedeutung zu. Ist man nicht ständig auf Matschpisten unterwegs, dann ist eine wöchentliche Autowäsche vielleicht etwas übertrieben; wichtig ist eine regelmäßige Säuberung des Fahrzeugs jedoch in jedem Fall, denn schlecht geschützte Fahrwerksteile sowie Blechkanten nehmen Schaden, wenn der Dreck nicht regelmäßig entfernt wird. Auch technische Features wie Kameras oder Sensoren werden durch Schmutz stark beeinträchtigt. Dasselbe gilt auch für Scheinwerfer und natürlich bestmöglichen Durchblick durch die Windschutzscheibe.

Ist die Reinigung des Fahrzeugs per Hand in Deutschland überhaupt erlaubt?

Handwäsche oder Waschanlage? Bei dieser Frage scheiden sich bei den Deutschen die Geister. Wer sein Auto liebt, für den kommt nur die Pflege per Hand in Eigenregie in Frage meinen die einen. Die anderen argumentieren, dass das geliebte Fahrzeug nur in einer Waschanlage so richtig sauber wird. Wie auch immer man zu der Frage Handwäsche oder Waschanlage steht, es gilt zunächst einmal zu klären, wo und in welchem Umfang eine Handwäsche des Autos überhaupt erlaubt ist.

Handwäsche mit Handschuh
Foto: Handwäsche mit Handschuh, Quelle: André Leisner /photography-leisner.de

Keine einheitlichen Regeln auf Bundesebene für eine Autowäsche

Grundsätzlich existieren keine einheitlichen Regeln auf Bundesebene für eine Autowäsche - weder auf Privatgelände noch auf öffentlichem Grund. Eine Sache ist dem Gesetzgeber jedoch wichtig: Beim Waschen des Fahrzeugs im Freien darf das Grundwasser nicht verunreinigt werden, beispielsweise durch gelöste Schmier- oder Kraftstoffreste sowie Chemikalien. Grundlage hierfür ist der Paragraph 48 im Wasserhaushaltsgesetz. In diesem ist zu lesen, dass Grundwasser vor schädlichen Einflüssen zu schützen ist. Die Umsetzung dieses Paragraphen wird jedoch von Ort zu Ort unterschiedlich gehandhabt. In jedem Fall dürfen Sie aber eine Innenreinigung Ihres Fahrzeugs auf Ihrem Privatgrundstück durchführen.

Geltenden Regeln für die Autowäsche bei der Kommune erfragen

Was letztlich im Einzelnen genau erlaubt und was verboten ist, dürfen die Kommunen selbst entscheiden. Im Fall der Fälle ist es also ratsam, sich vor der Autowäsche bei der Gemeinde nach den geltenden Regeln zu erkundigen. Ansonsten drohen Geldstrafen, die vierstellige Eurobeträge annehmen können. In jedem Fall auf der sicheren Seite ist man, wenn man die Reinigung des Fahrzeugs in einer SB-Box durchführt. Hier stehen nicht nur geeignete Reinigungsutensilien bereit, sondern das Auto lässt sich auch auf einem dafür speziell vorgesehenen Platz gründlich säubern.

Was man über die Fahrzeugreinigung in der Waschanlage wissen muss

Nach wie vor halten sich in der Meinung vieler Autofahrer zahlreiche Vorurteile was das Waschen des geliebten Fahrzeugs in der Waschanlage betrifft. Als Beispiel dürfen wir Ihnen hier den Mythos von Bürsten nennen, die angeblich den Lack des Fahrzeugs zerkratzen. An dieser Stelle dürfen wir Ihnen jedoch Entwarnung geben, denn Sorge vor Lackschäden müssen Sie bei der Fahrt in die Waschanlage nicht haben. Zum einen ist der Lack moderner Autos äußerst widerstandsfähig. Bürsten in der Waschanlage können ihm daher nicht allzu viel anhaben. Zum anderen kommen in modernen Waschanlagen Bürsten aus einem Kunststoff zum Einsatz, der Textilfasern ähnelt. Aus diesem Grund werden die Bürsten in der Waschanlage auch Textil-Bürsten genannt.

Gründliche Vorwäsche des Autos
Foto: Vorwäsche Auto, Quelle: André Leisner /photography-leisner.de

Den Wagen vor der Waschanlage gründlich vorwaschen

Eine Sache ist jedoch wichtig: Ehe Sie Ihr Fahrzeug in die Waschstraße fahren, sollten Sie vorher eine gründliche Vorwäsche durchführen. Auf diese Weise entfernen Sie vorab groben Dreck und beugen gleichzeitig Kratzern durch Schmutzpartikel vor. Ansonsten ist die Reinigung des Fahrzeugs in der Waschstraße deutlich zeitsparender und weniger mühsam als die Reinigung per Hand. Dieser Komfort hat jedoch auch seine Kosten. So müssen Sie mit Ausgaben in Höhe von fünf bis 15 Euro für die Reinigung des Fahrzeugs in einer Waschstraße rechnen - abhängig vom jeweils gewählten Reinigungsprogramm.

Tipps für die Autowäsche in der Waschanlage

Viel zu beachten gibt es nicht, wenn Sie Ihr Auto in einer Waschanlage reinigen lassen möchten. Um den Reinigungserfolg jedoch zu optimieren, verraten wir Ihnen an dieser Stelle ein paar Tipps.

Teil 1: Wie pflege ich mein Auto nach einer Keramik- Beschichtung?

Wählen Sie das geeignete Waschprogramm

Für welches Waschprogramm Sie sich entscheiden sollten, ist vor allem von Ihrem Geldbeutel sowie den aktuellen Wetterbedingungen abhängig. In den Wintermonaten können Sie Ihrem Fahrzeug immer mal wieder ein Programm mit Heißwachs, Aktivschaum und Unterbodenwäsche gönnen. Sofern keine vorige Keramik-Beschichtung erfolgt ist, ansonsten reicht eine normale Wäsche völlig aus. Wachs würde auf der Keramik-Beschichtung nicht halten. Von daher rausgeworfenes Geld.

Bringen Sie das Fahrzeug in die richtige Position

Wenn Sie in eine Waschanlage fahren, schließen Sie unbedingt Schiebedach und Fenster. Schalten Sie bei laufendem Motor Scheibenwischer und insbesondere den Regensensor aus. Verriegeln Sie vor der Fahrt in die Waschstraße das Fahrzeug, denn ansonsten kann der Tankdeckel aufspringen. Möchten Sie auf Nummer sicher gehen, klappen Sie zusätzlich die Außenspiegel ein und nehmen Sie die Antenne ab, sofern möglich.

Feinarbeit nach der Autowäsche

Wischen Sie das Fahrzeug sofort mit einem Mikrofasertuch trocken. So können Sie unschöne Wasserflecken vermeiden. Reinigen Sie Stellen, die nur schwer zugänglich sind, von Hand. Lassen Sie Klappen- und Türdichtungen erst trocknen, ehe Sie diese mit einem Pflegestift behandeln. Reinigen Sie sämtliche Scheiben von innen mit einem Glasreiniger und vergessen Sie dabei auch die Wischerblätter nicht, sofern Sie vorher hier nicht einen Schutz übergezogen haben. Verschließen Sie beschädigte Lackstellen so schnell wie möglich mit einem Lackstift, um die Bildung von Rost zu vermeiden. Die Lackstifte sind bei uns erhältlich. Ein kurzer Anruf bei uns genötigt und wir senden Ihnen den passenden Lackstift für Ihren Lack zu.

Teil 2: Wie pflege ich mein Auto nach einer Keramik- Beschichtung?

Was tun, wenn ein Schaden in der Waschanlage entstanden ist?

Bei aller moderner Technik und allen möglichen Sicherheitsvorkehrungen können dennoch Schäden in der Waschanlage passieren. Klassische Beispiele hierfür sind abgerissene Scheibenwischer oder Kratzer. In diesem Fall gilt, dass der Kunde in der Beweispflicht ist. Dies bedeutet also, dass Sie im Fall der Fälle dem Betreiber beweisen müssen, dass der entsprechende Schaden in seiner Waschanlage entstanden ist. Kontrollieren Sie daher direkt nach dem Verlassen der Waschanlage das Fahrzeug auf eventuelle Schäden. Sollten Sie Schäden entdecken, melden Sie diese direkt beim Personal und halten Sie sie schriftlich fest. Achten Sie vor der Einfahrt in die Waschanlage auf Hinweise zur Benutzung. Manche Betreiber schließen bestimmte Autoteile direkt von der Haftung aus.

Die Handwäsche als Alternative zur Waschanlage

An einem Waschplatz bzw. einer Waschbox können Sie Ihr Fahrzeug nach eigenen Vorstellungen und Wünschen reinigen. Dies ist vor allem bei älteren Fahrzeugen sinnvoll, weil der Lack im Vergleich zu modernen Autos weniger widerstandsfähig ist. Eine Handwäsche ist bei älteren Autos von daher empfehlenswert

Nachdem Sie das gewünschte Waschprogramm gewählt und sich mit Reinigungsutensilien ausgestattet haben, steht der gründlichen Reinigung des geliebten Fahrzeugs nichts mehr im Wege. Viele Betreiber haben übrigens keine Einwände, wenn Sie eigene Bürsten, Lappen oder Pflegemittel mitbringen.

Abstand zwischen Lack und Wasserstrahl des Hochdruckreinigers

Vor dem Einsatz der Reinigungsutensilien sollten Sie kontrollieren, ob diese sauber sind, da Dreck und Staub unschöne Kratzer auf dem Lack hinterlassen können. Das A und O in Sachen Vorwäsche ist auch in einer Waschbox ein Hochdruckreiniger. Achten Sie hierbei auf ausreichend Abstand. Wir empfehlen eine Entfernung von etwa einem halben Meter zwischen dem Beginn des Wasserstrahls und der Oberfläche des Fahrzeugs.

Die Reinigung des Fahrzeugs in der Waschbox Schritt für Schritt

Zunächst muss das Fahrzeug von grobem Schmutz befreit werden. Bei einer gründlichen Vorwäsche verwenden Sie am besten einen Hochdruckreiniger, denn damit rücken Sie auch Schmutz in versteckten Ecken zu Leibe. Schäumen Sie im zweiten Schritt die Karosserie mit Autoshampoo ein und waschen Sie diese gründlich mit einer weichen Bürste. Nun geht es an das Abspülen der Rückstände. Spülen Sie Reste des Reinigers mit viel Wasser ab. Wichtig: Um Wasserflecken zu vermeiden, trocknen Sie die Oberflächen möglichst schnell nach der Reinigung ab. Prüfen Sie im letzten Schritt schwer zugängliche Stellen und reinigen Sie diese bei Bedarf nach. Hartnäckigen Schmutz können Sie mit speziellen Reinigern entfernen.

Keramik Autoshampoo
Foto: Keramik Autoshampoo, Quelle: André Leisner /photography-leisner.de

Tipps für die Handwäsche des Fahrzeugs

Wussten Sie, dass der Wasserverbrauch bei einer Fahrt durch die Waschanlage bei rund 600 Litern liegt?  Im Vergleich zur Handwäsche bedeutet dies einen zwanzigfach höheren Verbrauch. Möchte man der Umwelt einen Gefallen tun, dann ist die manuelle Reinigung des Fahrzeugs alternativlos.

Tipp 1: Handwäsche von innen nach außen

Eine Handwäsche des Fahrzeugs beginnt immer mit dem Entfernen sämtlicher Gegenstände, die nicht ins Auto gehören und sich im Laufe der Zeit angesammelt haben. Beste Beispiele hierfür sind Zeitungen, leere Kaffeebecher oder anderer Unrat. Räumen Sie diese Dinge zunächst aus dem Auto, damit eine gründliche Autopflege möglich ist. Am besten räumen Sie auch die Fußmatten heraus und klopfen diese draußen ab.

Die Oberflächen im Innenraum, beispielsweise das Lenkrad, das Armaturenbrett oder die Mittelkonsole können Sie entweder mit einem feuchten Lappen oder einem Staubtuch abwischen. Ehe Sie sich an das Absaugen der Polster und des Fahrzeugbodens begeben, geht es an die Fensterreinigung. Hierfür genügen Papiertücher und ein einfaches Fensterputzmittel. Streifenfreie Scheiben erreichen Sie übrigens mit Zeitungspapier und wenn Sie darauf achten, dass die Sonne beim Putzen nicht auf die Fenster scheint, das gibt wieder Schlieren.

2-Eimer Methode bei der Autowäsche
Foto: 2-Eimer Methode, Quelle: André Leisner /photography-leisner.de

Tipp 2: Achten Sie auf die richtigen Utensilien für die Handwäsche

Für eine optimale Autopflege ist bei der Handwäsche eine gewisse Ausrüstung notwendig. Allein ein Eimer mit Wasser und ein Schwamm lässt es nicht zu, das Fahrzeug gründlich und effektiv von Schmutz zu befreien. Im Idealfall stellen Sie gleich zwei Eimer bereit: In dem einen befindet sich sauberes Wasser und der andere Eimer dient dazu, den Schwamm, den Waschhandschuh oder das Tuch abzuspülen. Verwenden Sie nur einen Eimer, gehen Sie das Risiko ein, dass Kratzer in den Scheiben und im Lack aufgrund von Dreckpartikel entstehen, die sich im Tuch befinden.

Wenn Sie helle Eimer verwenden, können Sie den Verschmutzungsgrad des Wassers besser erkennen.

Verwenden Sie bei der Handwäsche des Fahrzeugs spezielle Autoshampoos. Im Gegensatz zu herkömmlichen Spülmitteln greifen diese Shampoos die Wachsschicht des Fahrzeugs nicht an. Mithilfe eines Waschhandschuhs oder Mikrofasertüchern können Sie auch schwer zugängliche Stellen erreichen, wie etwa den Kühlergrill.

Fazit: Ob man sein Auto nun per Hand oder in einer Waschstraße reinigen lassen möchte, hängt letztlich von verschiedenen Faktoren ab, wie etwa dem gewünschten Zeitaufwand und dem Geldbeutel. Während eine Waschstraße eine schnelle Reinigung des Fahrzeugs ermöglicht, läuft die Reinigung des Fahrzeugs per Hand schonender ab.

Zurück