Blog Jürs Lackiererei

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Ein altes Möbelstück in neuem Lack

Möbelstück lackieren
Foto: Möbelstück lackieren, Quelle: Jürs GmbH

Gute Gründe, ein Möbelstück neu zu lackieren

  • Weist Ihr Esstisch unschöne Flecken und Ränder auf?
  • Haben Sie mit dem Staubsauger zu oft die Tischbeine getroffen, so dass diese von Abplatzungen gekennzeichnet sind?
  • Passt die Farbe der Kommode nicht mehr zu Ihrem neuen Einrichtungsstil?

Es gibt gute Gründe, ein in die Jahre gekommenes, hoch geschätztes Möbelstück nicht einfach auszutauschen, sondern neu zu lackieren. Am häufigsten sind es Gebrauchsspuren, die einen dazu bewegen, ein Möbelstück zu überarbeiten oder überarbeiten zu lassen. Aus diesem Grund hatten wir einen schwarzen Tisch mit Glasplatte in unserer Werkstatt. Das von einem Tischler angefertigte Einzelstück wies nach etwa 10-jähriger Lebensdauer unter anderem Abplatzungen an den Beinen sowie Ränder und Flecken durch Feuchtigkeit auf.

Möbelstück reinigen
Foto: Möbelstück reinigen, Quelle: Jürs GmbH

Der erste Schritt ist immer eine Reinigung

Wenn Sie ebenfalls so einen oder einen ähnlichen Fall zuhause haben und die Verschönerungsmaßnahmen an Ihrem Möbelstück selbst vornehmen möchten, sollten Sie einiges  beachten. Der allererste Arbeitsschritt besteht aus einer gründlichen Reinigung. Dabei müssen auch Fettrückstände und - flecken, wie etwa die von frisch eingecremten Händen, beseitigt werden.

Hilfsmittel: Seifenlauge und einem Mikrofasertuch

Dazu  sind meistens nur ein Mikrofasertuch, etwas Seifenlauge und Wasser erforderlich. Bei unbehandeltem Mobiliar kann es sein, dass Fett und vor allem Öl bereits in tiefere Holzschichten vorgedrungen sind. Dann ist beim Schleifen ein größerer Abtrag erforderlich, um alle Rückstände restlos zu beseitigen.  

Das Schleifen ist unerlässlich

Vor dem Lackieren ist das Schleifen unerlässlich. Dabei geht es nicht allein darum, die tieferen Macken und Kerben besonders auszuschleifen, sondern auch darum, dem neuen Lack einen Untergrund zu bereiten, auf dem er gut haften kann. Schleifpapier gibt es in Blattform, einzeln oder in Paketen verpackt, in Rollenform und als Maschinenschleifpapier. Bei Schleifpapier empfiehlt es sich, nicht die günstigste Variante zu wählen, weil diese dazu neigt, vorschnell zu reißen.

Die Wahl des richtigen Schleifpapiers

Die Kennzahl der Kornhärte ist in der Regel auf der Rückseite des Papiers angegeben. Mittels einer groben Körnung lässt sich die Oberfläche stark anrauen und das Resultat ist ein höherer Abtrag des Materials. Unter einer groben bis mittelgroben Körnung versteht man ein Schleifpapier mit einer Kennzahl 80 und kleiner. Bei unserem Tisch haben wir mit einem 120er Schleifpapier gearbeitet, also mit der mittelfeinen Variante.

Ist es erforderlich, viele oder dicke Schichten abzutragen, können Sie den Schleifvorgang in mehreren nacheinander folgenden Arbeitsschritten vollziehen. Beginnen Sie dabei mit einem Schleifpapier mit gröberer Körnung und fahren Sie dann in der nächsten Phase jeweils mit einem feineren Schleifpapier fort. Das Ziel dabei ist, die Reste unerwünschter Schichten wie Lack und Farbreste wirklich vollständig zu entfernen und zugleich die Spuren und Riefen des Schleifvorgangs zu verringern.

Staubfreies Lackieren
Foto: Staubfreies Lackieren, Quelle: Jürs GmbH

Staubfreies Umfeld beim Lackieren

Nach dem Schleifen muss eventuell noch an einigen tieferen Kerben gespachtelt werden. Erst danach beginnt der Lackiervorgang in drei Schritten. Falls nötig, kleben Sie zunächst die Stellen sorgfältig ab, die keine Farbe erhalten sollen. Ganz wichtig ist außerdem, dass die Oberflächen absolut staubfrei sind.

Entfernen Sie jeglichen Schleifstaub von dem Möbelstück, bevor Sie mit dem Auftragen einer Schicht beginnen. Überhaupt sollte der Raum, in dem Sie lackieren wollen, frei von Staub sein. Sie ärgern sich hinterher, wenn sich während der Trocknungsphase Staubpartikel auf dem noch feuchten Lack niederlassen. Und lassen Sie sich zwischen den einzelnen Arbeitsschritten Zeit, damit jede Schicht richtig durchtrocknen kann.

Grundierung und Füller

Als erstes kommt eine Spezialgrundierung aus Epoxidharz, die für eine gute Haftung der anschließenden Lackschicht sorgt. Als zweites folgt der sogenannte Füller auf die trockene Grundierung. Jeder Schleifvorgang, selbst mit dem feinsten Schleifpapier ausgeführt, hinterlässt kleine Riefen auf der Oberfläche des Holzes. Der Füller füllt diese Kleinstspuren des Schleifens ebenso aus, wie eventuell vorhandene Unebenheiten im Holz. Nach dem Trocknen kommt ein weiterer Schleifvorgang, so dass die Oberfläche nun absolut glatt und frei von Unregelmäßigkeiten ist.

Der Unterschied zwischen verschiedenen Lackarten

Abschließend wird der Decklack aufgetragen. Bei der Wahl des Lackes ist zunächst eine Grundsatzentscheidung notwendig. Ein Acryllack ist ein Lack auf wasserlöslicher Basis. Dieser Lack enthält weniger Lösemittel und ist daher umweltschonender. Er ist geruchsarm, trocknet schnell, vergilbt nicht und ist UV-beständig. Darüber hinaus weist er ein hohes Deckvermögen auf, ist aber weniger strapazierfähig.

Kunstharzlacke hohe Stoßfestigkeit
Foto: Kunstharzlacke hohe Stoßfestigkeit, Quelle: Jürs GmbH

Kunstharzlacke besitzen eine hohe Stoßfestigkeit

Dagegen besitzen Kunstharzlacke eine hohe Schlag-, Stoß und Scheuerfestigkeit. Bei derartigen Lacken handelt es sich um lösungsmittelhaltige Produkte mit einer höheren Haftung. Man unterscheidet zwischen aromatenhaltigen und aromatenfreien Kunstharzlacken, wobei letztere nicht gänzlich frei sind von aromatischen Kohlenwasserstoffen. Lediglich die aggressivsten konventionellen Lösungsmittel sind in diesen Lacken nicht mehr enthalten.

Der Hochglanzeffekt lässt sich nur mit Kunstharzlacken erzeugen. Eine weitere Möglichkeit sind Autolacke. Ein Autolack besitzt naturgemäß eine starke Belastbarkeit und eine extreme gute Widerstandsfähigkeit. Den eingangs erwähnten schwarzen Tisch lackieren wir mit Autolack, so dass neben einer hohen Strapazierfähigkeit der Oberflächen auch ein toller Hochglanzeffekt gegeben ist.

Was wir für Sie tun können

Falls Ihnen der Aufwand zu groß sein sollte oder Sie sich Ihrer handwerklichen Fähigkeiten nicht ganz sicher sind, übernehmen wir gern für Sie die Arbeit. Denn wir lackieren nicht nur Fahrzeuge und Industrieteile, sondern auch Möbelstücke, wie einen Esstisch, die Fronten einer Einbauküche und vieles andere mehr.

Rufen Sie uns einfach an unter 0451 / 89 22 18. und wir informieren Sie darüber, was wir für Sie möglich machen können. Oder nutzen Sie das unten aufgeführte Kontaktformular und wir melden uns zeitnah bei Ihnen.

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