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Auto gegen Diebstahl sichern: Wir geben Ihnen Tipps

Tipps gegen Autodiebstahl
Foto: Tipps gegen Autodiebstahl, Quelle: Jürs GmbH

Autodiebstähle in Deutschland - Alles, was Sie wissen müssen

Ist das eigene Auto gestohlen, ist der Ärger für den Betroffenen oftmals groß. Auch wenn die Versicherung für den entstandenen Schaden aufkommt, so bedeutet ein Autodiebstahl viele Formulare und einen Haufen Bürokratie.

Der Diebstahl von Autos ist quasi so alt wie das Automobil selbst. Doch was lässt sich wirklich gegen Autodiebstahl unternehmen, welche Automarken werden besonders häufig gestohlen und wie steht um die Entwicklung der Häufigkeit von Autodiebstahl in Deutschland? Auf diese Fragen werden wir in diesem Artikel genauer eingehen.

Seit einigen Jahren ist die Zahl der Autodiebstähle in Deutschland leicht rückläufig, wie aus dem Lagebild des Bundeskriminalamts (BKA) hervorgeht. Insgesamt werden seit vielen Jahren in Ostdeutschland die meisten Pkw entwendet.

An diesem Trend hat sich auch in den letzten Jahren nichts geändert. Im Jahr 2017 wurden deutschlandweit knapp über 19.000 Pkw gestohlen, was einem Rückgang von knapp einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Hamburg und Berlin als Brennpunkte

Die Diebstahlzahlen sind nach wie vor in den beiden größten Städten Deutschlands, Hamburg und Berlin, am höchsten. Auch wenn die Zahl der gestohlenen Fahrzeuge in der bundesdeutschen Hauptstadt im letzten Jahr leicht rückläufig war, sind dort nach wie vor die meisten Pkw-Diebstähle deutschlandweit zu verzeichnen.

Im Jahr 2017 wurden über 4.600 Fahrzeug-Diebstähle in Berlin gemeldet; damit ist die Diebstahlquote in Berlin (mit insgesamt 3,5 Millionen Einwohnern) höher als in ganz Nordrhein-Westfalen, dem mit rund 18 Millionen Einwohnern größten Bundesland in Deutschland, in dem im Jahr 2017 knapp über 4.200 Fahrzeug-Diebstähle angezeigt wurden. Auf Platz 3 dieser Rangliste folgt das Bundesland Brandenburg mit knapp über 1.400 Fahrzeug-Diebstählen.

Bayern mit niedrigster Diebstahlrate

Im Gegensatz zu Hamburg und Berlin weist Bayern bereits seit vielen Jahren die niedrigste Rate von Autodiebstählen auf. So wurden im Jahr 2017 im Freistaat Bayern „nur“ knapp über 800 Fahrzeuge entwendet, was einem Rückgang von fast vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders groß ist die Diebstahlgefahr in Bayern in den Großstädten Nürnberg und München.

Rückgang bei Diebstählen in Baden-Württemberg

im Jahr 2017 wurden in Baden-Württemberg rund 700 Pkw gestohlen, was einem Rückgang von knapp 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Insbesondere in Stuttgart, Mannheim und Karlsruhe wurden deutlich weniger Autos als im Jahr 2016 gestohlen. Bundesweit waren diese drei Städte für Autobesitzer sogar die sichersten Großstädte.

Porsche und Land Rover besonders beliebt bei Autodieben

Bereits im Jahr 2016 wurden Land Rover Modelle besonders häufig gestohlen. Daran hat sich auch im Jahr 2017 laut Statistik des Bundeskriminalamts nichts geändert. Auf Platz 2 in dieser Langfinger-Hitliste landen Modelle der Automarke Porsche. Mehr als 60 Prozent der entwendeten Pkw entfielen auf Fahrzeuge der deutschen Automobilhersteller Mercedes, BMW, Audi und VW.

Dies lässt sich jedoch auch sicherlich aufgrund der großen Verbreitung von Automodellen dieser Hersteller hierzulande erklären. Wie aus dem Bericht des Bundeskriminalamts weiterhin hervorgeht, sind hochpreisige Modelle der verschiedenen Automobilhersteller bei Autodieben besonders beliebt - sicherlich wenig überraschend.

Quellen für die Statistiken:

Tipps gegen Autodiebstahl - Wie sichere ich mein Auto?

Vorweg die schlechte Nachricht: Eine absolute Sicherheit gegen den Diebstahl des eigenen Fahrzeugs kann und wird es nicht geben. Dafür sind manche Langfinger einfach zu raffiniert und umgehen die verschiedensten Sicherheitsmaßnamen. Weder Lenkradkrallen, Zündunterbrecher oder Wegfahrsperren können verhindern, dass das Fahrzeug einfach aufgeladen und abtransportiert wird.

Auto Sicherheitssysteme
Foto: Auto Sicherheitssysteme, Quelle: Jürs GmbH

Selbst am helllichten Tag kann so etwas geschehen. Ist der Dieb bereit, auch in die Wohnung einzubrechen, um dort den Schlüssel für das Fahrzeug zu stehlen, bietet selbst eine Garage kein Hindernis. Allerdings sind die Täter bisher eher selten so dreist, sodass eine abschließbare Garage nach wie vor den besten Schutz vor einen Diebstahl des Fahrzeugs darstellt.

Besitzt man keinen abschließbaren Stellplatz oder kann keinen solchen anmieten, dann ist es ratsam, das Fahrzeug durch elektronische oder mechanische Sicherungen zu schützen. Vor allem mechanische Sicherheitssysteme stellen eine günstige und zugleich effektive Möglichkeit dar, das Fahrzeug für Unbefugte unbrauchbar zu machen und potenzielle Diebe abzuschrecken.

Da es keine 100-prozentige Diebstahlsicherung gibt, sollte es Ihr Ziel sein, es Langfingern so schwer und damit unattraktiv wie möglich zu machen, Ihr Fahrzeug zu stehlen. Welche Möglichkeiten es dafür gibt, erfahren Sie im folgenden Abschnitt.

Mechanische Sicherheitssysteme gegen Autodiebstahl

Das Lenkradschloss ist die bekannteste mechanische Sicherung gegen Fahrzeugdiebstahl. Beim Abstellen des Fahrzeugs sollte man dieses immer einrasten lassen. Mit einer zusätzlichen Lenkradkralle wird das Lenken des Fahrzeugs für Diebe unmöglich gemacht. Eine solche Kralle ist deutlich stabiler als das Lenkradschloss und abhängig von der Ausführung bereits ab einem Preis von etwa 20 Euro erhältlich.

Beim Kauf sollten Sie auf die Passfähigkeit achten und im besten Fall auch die Handhabung testen. Vorteilhaft ist es, wenn sich die Kralle leicht anbringen lässt, denn schließlich müssen Sie diese jedes Mal anlegen, wenn Sie das Fahrzeug abstellen. Dasselbe gilt auch für eine Parkkralle. Bei dieser blockiert ein massiver Bügel eines der Räder bzw. hindert ihn am Rollen.

Ebenfalls beliebt sind Gangschaltungssperren, mit denen sich der Schalthebel blockieren lässt. Sie lassen sich mit der Karosserie des Fahrzeugs verbinden und zeichnen sich durch eine einfache Bedienung aus, wenn sie einmal installiert sind. Mit einem OBD-Safer wird ein unbefugter Zugriff auf die Elektronik des Fahrzeugs verhindert. Dies geschieht durch eine Sperrung der Zugangsbuchse mittels eines Schlosses.

In der Folge ist das Aufspielen von Key-Programmen und Manipulationssoftware nicht mehr möglich.

Fahrzeugbesitzer, die Sorge um ihre Felgen haben, kaufen sich sogenannte Felgenschlösser. Diese speziellen Radsicherungsmuttern bzw. Schrauben können nur mit einem passenden Schlüssel bedient werden.

Elektronische Sicherheitssysteme gegen Autodiebstahl

Bereits seit dem Jahr 1998 ist eine elektronische Wegfahrsperre obligatorisch für jedes Neufahrzeug. Eine elektronische Wegfahrsperre aktiviert sich in der Regel von allein nach dem Abschalten der Zündung. Die Deaktivierung erfolgt meist durch einen RFID-Chip, der sich im Zündschlüssel befindet.

Der Knackpunkt dieser Art von Sicherung ist jedoch die Kommunikation zwischen Wegfahrsperre und dem RFID-Transponder. Diese muss unbedingt kryptografisch abgesichert sein. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, lässt sich das Chip-Signal aufgreifen, um einen digitalen Zweitschlüssel anzufertigen. Daher setzen einige Hersteller auf Zahlencodes, die vorm Starten des Wagens vom Fahrzeugbesitzer eingegeben werden müssen.

Die elektronische Wegfahrsperre verfügt entweder über ein eigenes Steuergerät oder ist Teil des Motorsteuergerätes. Ohne eine entsprechende Freigabe lässt sich der Motor nicht starten. Ältere Automodelle sind hingegen mit einer sogenannten Dreikreisunterbrechung ausgerüstet. Bei dieser kommt es zur Unterbrechung der Zündung, der Treibstoffzufuhr oder des Anlassers mithilfe eines Relais.

Eine solche Dreikreisunterbrechung lässt sich auch nachrüsten, bietet jedoch nur mäßigen Schutz, da eine Unterbrechung in der Regel überbrückt werden kann. Das klassische Beispiel für elektronische Sicherheitssysteme sind sicherlich Alarmanlagen. Diese melden sich mit einem lauten Ton, sofern die Heckklappe oder die Tür des Fahrzeugs unbefugt geöffnet oder aber in den Innenraum gegriffen wird.

Elektronische Diebstahlsperren
Foto: Elektronische Diebstahlsperren, Quelle: Jürs GmbH

Übersicht über mechanische und elektronische Diebstahlsperren

Mechanische Produkte

Parkkralle

Mit einer Metallkonstruktion am Rad wird das Wegfahren verhindert. Wie eine Lenkradsperre wirkt auch eine Parkkralle für Diebe abschreckend. Die Kosten für eine Parkkralle variieren zwischen 20 und 150 Euro.

Lenkradsperre

Befestigt wird diese Metallkonstruktion am Lenkrad. Wie es der Name vermuten lässt, verhindert eine Lenkradsperre das Lenken. Da sie sich nur mit größerem Aufwand von Unbefugten entfernen lässt, wirkt sie auf Langfinger abschreckend. Jedoch ist die Montage einer Lenkradsperre recht umständlich und beim Fahren muss sie sicher verstaut werden. Die Kosten hierfür liegen zwischen 30 und 60 Euro.

Ventilwächter

Bei einem Ventilwächter handelt es sich um einen Aufsatz für das Reifenventil. Aufgrund der Fliehkraft wird beim Fahren Luft abgelassen. Jedoch kann dieser Diebstahlschutz auch für den Fahrzeugbesitzer schnell gefährlich werden, wenn er versäumt, den Wächter zu entfernen. In diesem Fall gerät das Fahrzeug aufgrund des reduzierten Reifendrucks ins Schleudern. Die Kosten für einen Ventilwächter liegen bei etwa 50 Euro.

Schalthebelsperre

Bei eingelegtem Rückwärtsgang wird mithilfe einer Schalthebelsperre das Gangschalten verhindert. Der Einbau einer Schalthebelsperre ist nur von Fachpersonal möglich.

Lenksäulensperre

Mit dieser mechanischen Sperre wird die Drehung des Lenkrads verhindert und zugleich der Start des Motors unterdrückt. Allerdings muss die Sperre vor jedem Verlassen des Wagens erneut aktiviert werden. Auch bei einer Lenksäulensperre gilt, dass der Einbau nur durch Fachpersonal möglich ist. Die Kosten variieren je nach Anbieter.

Felgenschloss

Eine spezielle Schraube ersetzt an jedem Rad eine Befestigungsschraube. Diese lässt sich nur mit einem speziellen Steckschloss lösen, das codiert ist. Jedoch gehören Steckschlüssel oftmals zur Ausrüstung von Dieben. Ein Felgenschloss kostet pro Set zwischen zehn und 30 Euro.

Elektronische Produkte

GPS-Tracker

Hierbei übermittelt ein Modul, das im Fahrzeug abgelegt ist, per Tablet oder Smartphone den aktuellen Standort des Fahrzeugs. Zum Teil erfolgt auch ein Warnhinweis in Form eines automatischen Alarms, wenn das Fahrzeug eine bestimmte Zone verlässt. Die Kosten für einen GPS-Tracker variieren zwischen 30 und 300 Euro.

Schlüsseldose bzw. Strahlenschutz

Um eine Funkverlängerung zu verhindern, wird ein Keyless-Schlüssel in einem Etui abgeschirmt. Dieser Schutz funktioniert jedoch nicht immer wie gewünscht und nicht jeder Schlüssel passt auch in das Behältnis. Das schlüssellose Schließsystem wird zudem ad absurdum geführt, wenn der Schlüssel letztlich in einem Etui aufbewahrt werden muss.

Alarmanlage

Eine Alarmanlage im Fahrzeug ist sicherlich der Klassiker im Bereich der elektronischen Diebstahlsperren. Die Grundidee bei einer Alarmanlage ist, dass eine versteckte Elektronik bei Glasbruch oder Erschütterungen einen Alarm auslöst.

Dasselbe geschieht bei modernen Systemen auch bei einer Neigungsänderung, beispielsweise wenn das Fahrzeug abgeschleppt oder auf einen Anhänger angehoben wird, oder bei einem Spannungsabfall, beispielsweise, wenn sich beim Öffnen der Türen die Innenbeleuchtung einschaltet. Der Nachteil an einer Alarmanlage ist, dass sie häufig anfällig für Fehlalarme ist.

OBD-Saver

Die Abkürzung OBD steht für Onboard-Diagnose-Buchse. Hierbei handelt es sich um einen abschließbaren Deckel, mit dem das Ausprogrammieren der Wegfahrsperre vermieden werden soll. Der Einbau muss in einer Fachwerkstatt erfolgen und ist mit etwa 200 Euro vergleichsweise teuer.

Bitte beachten: Generelle Tipps gegen Autodiebstahl in der Kurzübersicht: 

  • Sollten Sie keine Garage, die sich abschließen lässt, besitzen, parken Sie Ihr Fahrzeug nach Möglichkeit an gut beleuchteten und belebten Straßen.
  • Lassen Sie das Lenkradschloss immer einrasten und schützen Sie Ihr Fahrzeug mit zusätzlichen mechanischen Sicherungen, beispielsweise Gangschaltungssperren, Parkkrallen oder Lenkradkrallen.
  • Versperren Sie den Zugang zur OBD-Buchse mit einem Schloss.
  • Schließen Sie Fenster und Türen und überprüfen Sie die Verriegelung - wegen Funkblockern.
  • Bewahren Sie den Ersatzschlüssel nicht in der Nähe oder gar im Fahrzeug auf, sondern suchen Sie sich hierfür einen sicheren Platz, beispielsweise in Ihrer Wohnung.
  • Bewahren Sie die Autoschlüssel innerhalb der Wohnung separat auf. Schlechte Ablageorte für die Autoschlüssel, an denen Langfinger bei einem Einbruch in Ihre Wohnung gleich auch das Auto stehlen können, sind der Flur bzw. die Diele oder das Schlüsselbrett.
  • Deaktivieren Sie ein eventuell vorhandenes Keyless-Komfortsystem Ihres Fahrzeugs.
  • Sollte keine GPS-Ortung vorhanden sein, lassen Sie diese nachrüsten.

Fazit: Wie bereits eingangs erwähnt, kann es eine absolute Garantie gegen Fahrzeugdiebstahl niemals geben. Zu clever oder ausdauernd sind manche Langfinger. Sie können es unbefugten Personen jedoch mit elektronischen oder mechanischen Diebstahlsperren so schwer wie möglich machen, sich Ihr Fahrzeug unter den Nagel zu reißen.

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