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Felgendoktor – die Reparatur einer Felge durch Fachpersonal

Felgendoktor Alufelgen Reparatur
Foto: Felgendoktor Alufelgen Reparatur, Quelle: Jürs GmbH

Fachgerechte Felgeninstandsetzung

Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen und vor allem auch stylischen Alufelgen – passend zu jedem Fahrzeugtyp und für (fast) jeden Geschmack. Doch eine Alufelge ist im Vergleich zu einer Stahlfelge wesentlich empfindlicher. Neben ganz normalen Verschleißerscheinungen und Korrosionsbildung ist eine Alufelge viel anfälliger für Kratzer, wie etwa Bordstein- und Einparkschrammen. Wie diese fachgerecht behoben werden können, lesen Sie in diesem Artikel.

Der Felgendoktor – die Reparatur einer Felge durch qualifiziertes Fachpersonal

Stahlfelge versus Alufelge

Einer Stahlfelge macht ein kleiner Bordsteinschleifer so gut wie nichts aus und sollte sich eine Stahlfelge doch einmal verformen, so lässt sich diese besser wieder in Form bringen als eine Alufelge. Vom Laufverhalten her unterscheiden sich die beiden Felgen grundsätzlich nicht.

Stahlfelgen sind unempfindlicher

Wer also keinen großen Wert auf eine schicke Optik legt und/oder viel auf unbefestigten Straßen und im Gelände unterwegs ist, sollte daher eine Stahlfelge wählen. Aufgrund ihrer höheren Unempfindlichkeit, zum Beispiel Streusalzen gegenüber, wird die Stahlfelge auch gern bei der Winterbereifung eingesetzt.

Alufelgen punkten mit einer stylischen Optik in vielfältigen Variationen

Wer sich allerdings eine durch und durch stylische Optik für sein Fahrzeug wünscht, setzt dagegen natürlich auf Alufelgen. Doch selbst die schönste Alufelge bekommt auf Dauer Gebrauchsspuren. Da wären neben den ganz normalen Verschleißerscheinungen und der Korrosionsbildung die typischen Bordstein- und Einparkschrammen.

Instandgesetzte Alufelge
Foto: Instandgesetzte Alufelge, Quelle: Jürs GmbH

Felgen sollten nicht in Eigenregie repariert werden, ...

Auch wenn es sich scheinbar nur um kleine Schäden an der Oberfläche handelt, sollten Sie auf keinen Fall die Felgen Ihres Fahrzeugs selbst wieder herrichten. Die Felge ist ein integraler Bestandteil des Rads und gehört aus diesem Grund in die fähigen Hände von qualifiziertem Fachpersonal, die sich die Felgen mit Spezialwerkzeug vornehmen.

... denn oberflächliche Schäden könnten tiefer reichen

Oberflächliche Schäden reichen eventuell weit tiefer ins Material hinein, als es zunächst den Anschein hat. Aus einer kleinen Kerbe kann ein tiefer Haarriss mit Folgen erwachsen. Kleinere Schäden an der Oberfläche weisen in manchen Fällen auf eine tiefere strukturelle Beschädigung hin, die nur ein geschultes Auge erkennt.

… denn eine Beule könnte sich auf die Tragfähigkeit des Rads auswirken

Bei einer Beule besteht die Gefahr, dass sie den Rundlauf des Rads beeinflusst. Zudem kann sie sich, auch bei noch so geringer Verformung, unter bestimmten Umständen auf die Tragfähigkeit des Rads auswirken. Die Folge wäre dann eine Instabilität, die letztendlich ein Sicherheitsrisiko darstellt.

… denn eine Korrosion könnte die Struktur einer Felge beschädigen

Hat sich ein Korrosionsvorgang im Laufe der Zeit tiefer in das jeweilige Material hinein fortgesetzt, könnte die interne Struktur der Felge Schaden nehmen.

Bei starker Beschädigung leidet das Fahrverhalten grundsätzlich

Neben der Optik leidet das Fahrverhalten bei weitreichenderen Schäden enorm. Einem stark beschädigten Rad ist es nicht mehr möglich, rund zu laufen. Diese Unwucht hat zur Folge, dass das Fahrzeug nicht länger ruhig geradeaus fährt. Aus diesen Gründen sollte eine unansehnliche Felge, zwecks optischer Aufbesserung, nicht einfach mit einer Radkappe abgedeckt werden.

Reparatur oder Ersatz der Felge – Es gibt eine gesetzliche Vorschrift

TÜV zulässige Reparaturen nur bei Schäden bis zu ein Millimeter Tiefe

Stattdessen ist der Besuch bei einem Felgendoktor ratsam. Nach einer eingehenden Untersuchung in der Werkstatt entscheidet sich, ob die Felge noch wieder hergerichtet werden kann oder ausgetauscht werden muss. Aufgrund der schwerwiegenden Folgen von tiefer reichenden Schäden an einer Felge, schreibt der Gesetzgeber vor, dass nur Beschädigungen bis maximal ein Millimeter Tiefe repariert werden dürfen. Sind die Schäden größer oder liegt sogar ein Riss vor, ist daher ein Ersatz durch eine neue Felge erforderlich. Ansonsten würde die reparierte Felge nicht vom TÜV abgenommen werden. Es kommt also letztendlich auf den Grad der Beschädigung an.

Kratzer durch Bordsteine
Foto: Kratzer durch Bordsteine, Quelle: Jürs GmbH

Beseitigung rein optischer Defekte sind erlaubt

Gemäß des Sonderausschusses "Räder und Reifen" des Bundesverkehrsministeriums ist eine fachgerechte technische Wiederherstellung eines Rades bezüglich der rein optischen Defekte unter bestimmten Voraussetzungen gestattet. Das Polieren, das örtliche Anschleifen und das Verrunden von Kerben ist ebenso erlaubt, wie das eventuelle Füllen sowie das Grundieren und Lackieren.

Schweißvorgänge sind unzulässig

Jede Form der Wärmeeinbringung und sämtliche Schweißvorgänge zur Materialrückverformung einer Felge sind allerdings unzulässig.

Frühzeitige Reparatur wenn die Felge nicht mehr lieferbar ist

Besonders dann, wenn Ihre Felgen beim Hersteller nicht mehr lieferbar sind, empfiehlt es sich, die Felgen rechtzeitig bei kleineren Schäden reparieren zu lassen. Ist der Schaden schon größer geworden, so dass eine Reparatur nicht mehr möglich ist, bleibt dann nur der kostspieligere Neuerwerb eines kompletten Felgensatzes.

Haftung des Fahrzeughalters bei Reparatur statt vorgeschriebenen Austausch

Lassen Sie eine Felge trotz einer tiefer als ein Millimeter ins Material hineinreichenden Beeinträchtigung reparieren, stehen Sie in der Haftung. Selbst wenn die Werkstatt Ihnen die Reparatur angeboten hat, haften Sie für die eventuellen Folgen und Schäden bei einem Unfall.

Achtung: Werden Ihnen Schweißarbeiten an einer Aluminiumfelge angeboten, sollten Sie auf jeden Fall eine zweite Werkstatt aufsuchen und sich dort nochmals Rat einholen.

Nicht reparierte Felgenschäden mindern den Fahrzeugwert

Auch, wenn keine unmittelbare Gefährdung durch eine von Gebrauchsspuren gekennzeichneten Felge droht, lohnt sich der Besuch einer Werkstatt. Denn die Felgen tragen nicht nur maßgeblich zum optischen Gesamteindruck eines Fahrzeugs bei, sondern dienen darüber hinaus auch dem Werterhalt desselben.

Reparierte Felgen erhöhen den Fahrzeugwert
Foto: Reparierte Felgen erhöhen den Fahrzeugwert, Quelle: Jürs GmbH

Behandlung der schadhaften Felge

Felgenaufbereitung mittels einer Pulverbeschichtung

Sind die Schrammen nur klein, reicht oftmals eine neue Pulverbeschichtung, um die Kratzer zu beseitigen. Nachher sehen die Felgen wie neu aus. Da Sie bei dieser Vorgehensweise eine Farbauswahl treffen können, wäre es sogar möglich, Ihrem Fahrzeug bei dieser Gelegenheit gleich ein anderes Gesicht zu verleihen.

Die Pulverbeschichtung erhält beim Erhitzen im Ofen die notwendige Haltbarkeit

Vor der Pulverbeschichtung wird das Rad gereinigt und entfettet. Anschließend erfolgt in einer offenen Kabine die Benebelung mit dem Pulver. Erst der 15 bis 20-minütige Aufenthalt bei 180 Grad Celsius in einem entsprechenden Ofen gibt der Beschichtung den gewünschten Halt auf der Felge. Nach dem Abkühlen kann der Reifen wieder montiert werden.

Autofelge nach Instandsetzung lackieren
Foto: Autofelge nach Instandsetzung lackieren, Quelle: Jürs GmbH

Felgenaufbereitung mit einer Lackreparatur

Mit einer neuen Lackschicht lassen sich kleine Kratzer ebenfalls überdecken. Die sogenannte Lackreparatur einer Felge können Sie auch selbst durchführen. Denn ein Lackiervorgang ist wesentlich einfach durchzuführen als eine Pulverbeschichtung. Doch Sie sollten sich auf jeden Fall  vorher absichern, dass es sich tatsächlich nur um eine ganz oberflächliche Beschädigung handelt. Befinden sich jedoch diverse Macken im Lack, wäre es besser diesen vor dem neuen Lackiervorgang zu entfernen.     

Reparatur einer Felge

Bei der Reparatur einer Felge wird diese ohne Reifen zunächst in eine zertifizierte Maschine eingespannt, um den Rundlauf zu testen. Danach folgt das Abschleifen der kleinen Kerben und leichten Schrammen mit einem Winkelschleifer. Auf diese Weise wird der Felgenrand  nivelliert. Der Rundlauf wird nochmals geprüft und muss absolut eben sein. Die Felge darf also keine noch so kleine Verformung mehr aufweisen.

Nun ist der Felgenrand glatt, aber auch ohne Farbe. Zum Abschluss ist also noch eine Pulverbeschichtung oder ein Lackschicht vonnöten. Es sei denn, Sie finden Gefallen an einer blanken Felgenkante.

Felgenaufbereitung
Foto: Felgenaufbereitung, Quelle: Jürs GmbH

WheelDoctor – von TÜV zertifiziert  

Die erste und bisher einzige TÜV geprüfte Vorgehensweise ist das Verfahren mit der WheelDoctor Spezialmaschine. Dazu wird die Felge auf den WheelDoctor aufgespannt. Sind lediglich die äußeren Oberflächen in Mitleidenschaft gezogen, ist die Demontage des Reifens nicht notwendig. Die integrierten Rotationsschleifer ermöglichen das Ausschleifen der Kerben und Schrammen. Der letzte Schritt besteht dann in der Neulackierung und der Oberflächenversiegelung, soweit es sich um lackierte Alufelgen handelt. Eine Struktur-Pad-Technik stellt hingegen bei glanzgedrehten Felgen die vorherige Struktur wieder her.

Das Wärmerückrollverfahren – eine nicht zertifizierte Vorgehensweise

Ein andere, aber nicht zertifiziertes Verfahren ist das sogenannte Wärmerückrollverfahren, bei welchem mehrere Laser die Felge auf Verformungen untersucht. Bei dieser  Technik erfolgt keine Materialentfernung in Form von Abschleifen. Mit genau definierter Wärme und viel Druck wird die Felge wieder in Form gebracht. Dieses Verfahren hat allerdings einen hohen Kostenpunkt und die auf diese Art behandelte Felge darf nicht mehr im öffentlichen Verkehr zum Einsatz kommen. Trotz langjähriger guter Erfahrungswerte ist dieser Verfahren vom TÜV bisher nicht zugelassen.

Kosten für die Reparatur einer Felge

Je nach dem Grad der Beschädigung und der Beschaffenheit der Felge liegt der Preis für die Reparatur einer Felge zwischen 50 und 180 Euro. Der Preis ist unter anderem auch davon abhängig, ob die Felge abschließend lackiert werden soll oder eine Pulverbeschichtung gewünscht ist.

Felgeninstandsetzung bei Jürs in Lübeck
Foto: Felgeninstandsetzung bei Jürs in Lübeck, Quelle: Jürs GmbH

So wird Ihre Felge bei Jürs repariert

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie wir bei Jürs – Der Collisionsspezialist in Lübeck die Felgen reparieren, dann finden Sie weitere Informationen unter: Felgenreparatur.

Haben Sie noch weitere Fragen, dann rufen Sie uns einfach an unter 0451 – 89 22 18 oder nutzen Sie das unten aufgeführte Kontaktformular. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden bei Ihnen. Wir erstellen Ihnen auch gern einen unverbindlichen Kostenvoranschlag für die Reparatur Ihrer Felge.

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